Titelbild Traumapädagogik e.V.

Willkommen bei der AG Trauma und Flucht

Die AG „Trauma und Flucht“ hat sich im Februar 2016 erstmalig getroffen. Sie hat gemäß Arbeitsauftrag des Vorstands der Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik sich zur Aufgabe gemacht, lebensgeschichtlich belastete geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene stärker in das Blickfeld  ihres Engagements und damit der Öffentlichkeit zu setzen. In der Klausurtagung des Vorstands der BAG TP mit den aktiven Mitgliedern wurde im Juli 2015 deshalb die Gründung einer Arbeitsgruppe „Trauma und Flucht“ beschlossen.

Die jährlich steigende Zahl von minderjährig Geflüchteten stellt viele Kommunen wie auch Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor enorme Herausforderungen in der Aufnahme und Unterbringung.  Geltende Standards der Kinder- und Jugendhilfe werden (können?) vielfach nicht eingehalten. Als Reaktion der Politik wurde ein bundesweites Verteilverfahren eingeführt, welches eine „gerechte" Lastenverteilung garantieren soll. Um die Situation von minderjährigen Geflüchteten als auch die Fachkräfte grundlegend zu verbessern, ist jedoch ein kindgerechtes Aufnahmesystem notwendig.  So unterschiedlich die Herkunftsländer und die Fluchtumstände von minderjährig Geflüchteten sind, gemeinsam sind den Kindern, Jugendlichen und jungen Heranwachsenden meist sehr belastende, traumatisierende Erfahrungen im Herkunftsland und auf der Flucht, eine ungewisse Zukunft in einem fremden Land und das Ziel, in Deutschland bzw. einem europäischen Land eine sichere und erfolgreiche Zukunft aufzubauen.

Erwartungshaltung und  Ziel der Arbeitsgruppe ist die Erarbeitung von Vorschlägen für eine strukturelle Verbesserung der Lebenssituation von minderjährig Geflüchteten sowie eine Vernetzung und Kooperation mit weiteren Fachverbänden, Projekten, Trägern etc., die sich zum Ziel gesetzt haben, die schwierige rechtliche und soziale Situation dieser Kinder und Jugendlichen zu verbessern. 

Vor diesem Hintergrund hat sich die Arbeitsgruppe vorerst folgende Arbeitsschwerpunkte gesetzt

  • Entwicklung von Standards für die Unterbringung von jungen Geflüchteten in Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung; Öffentlicher Unterbringung (Erstaufnahme und Folgeeinrichtung), Gast- und Pflegefamilien

Stichpunkte: Wie kann eine (Jugendhilfe) Einrichtung gut mit minderjährig Geflüchteten arbeiten. Wie kann ein traumapädogisches Konzept in einer (Jugendhilfe) Einrichtung installiert werden. Was steckt hinter Standards? Was verstehen wir unter Standards? Qualifizierung von Personal? Neubewertung der Bindungspädagogik unter dem Aspekt, das Eltern unbegleitet minderjährig Geflüchteter präsent sind trotz Abwesenheit.

  • Grauzonen im Bereich unbegleitet minderjährig Geflüchteter/ junge Erwachsene (Subsysteme, niedrigschwellige Angebote)

Stichpunkte: Unterstützung von jungen Flüchtlingen, die sich außerhalb der Versorgungssysteme in niederschwellige Angebote bewegen. Thematik der Illegalisierung von i.d.R. jungen Menschen. Definition der Gruppe und aufzeigen der Problematiken. Aufmerksamkeit schaffen und für das Thema und die Gruppe sensibilisieren. Pädagogische und aufenthaltsrechtliche Problematiken benennen und beleuchten.

  • Trauma, Flucht und Bildung

Stichpunkte: Verständigung über die unterschiedlichsten Bildungsbereiche wie Kita, Jugendhilfeeinrichtungen, Schule etc. Entwicklung von Handlungsempfehlungen unter traumapädagogischen Gesichtspunkten. Aus „Bildung“ kann unter aufenthaltsrechtlichen Aspekten „gelungene Integration“, ein sicherer Aufenthalt erwachsen. Bildung als Grundrecht und offen für jede_n. Bildungsinstitutionen passen sich dem Klientel an und nicht die Klienten sich den Institutionen. Austausch mit der AG Schule der Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik.

  • Sozialpolitische Positionierungen

Stichpunkte: Verstärktes sozialpolitisches Engagement. Zusammenarbeit mit dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der BAG Traumapädagogik. 


Kontakt: Berthold Engelke, Sprecher AG Trauma und Flucht

 

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